über uns

Das Center for Intersectional Justice ist eine unabhängige gemeinnützige Organisation, die ihren Sitz in Berlin hat und sich der Förderung von Gleichstellung, wie Gleichbehandlung von und Gerechtigkeit für alle in Europa lebenden Menschen, verschrieben hat. Dies erreichen wir durch die Bekämpfung ineinandergreifender Formen struktureller Ungleichheit und Diskriminierung in Europa.

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was wir tun

Wir arbeiten an einer paradigmatischen Veränderung von bestehenden Antidiskriminierungs- und Gleichstellungspolitiken auf der nationalen wie auf der europäischen Ebene und überwinden die Lücke zwischen Wissenschaft und politischen Entscheidungsprozessen, zu Fragen systematischer Ungleichheit und Diskriminierung.

 

Das CIJ strebt danach, öffentliche Diskurse zu beeinflussen und möchte durch direkte Advocacy-Arbeit, policy-orientierte Forschung und Politikberatung sowie Veröffentlichungen zu Themen intersektionaler Diskriminierungen, die auf Rasse, Geschlecht, Klasse und allen anderen Unterdrückungssystemen beruhen und Ungleichheiten aufrechterhalten, auf politische Entscheidungsprozesse einwirken.

 

Wir decken ein weites Spektrum an Politikfeldern ab, die von Beschäftigungs-, Bildungs-, Migrations- und Asylfragen bis hin zu den Themen Gesundheit und der Securitization (Versicherheitlichung) europäischer Staaten reichen.

 

Wenn Sie mehr über unsere Projekte erfahren möchten, melden Sie sich bei uns!

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Advocacy

Wir treten für die rechtliche Anerkennung von intersektionaler Diskriminierung und die Übernahme von effektiven Policy-Maßnahmen ein. Unser Ziel ist es, ineinandergreifende Diskriminierungsformen auf nationaler und europäischer Ebene einzudämmen.

Europäische Rechtssysteme sind derzeit nicht sensibel für intersektionale Diskriminierungsformen. Deshalb arbeiten wir aktiv mit politischen Entscheidungsträger*innen und Gesetzgeber*innen auf nationaler und europäischer Ebene zusammen, um rechtliche und politische Rahmungen in Bezug auf Antidiskriminierung und Chancengleichheit zu verbessern. Wir drängen auf akute rechtliche und politische Veränderungen hin, von denen wir uns erhoffen, dass sie einen Rahmen schaffen, um intersektionale Diskriminierungsformen und Ungleichheiten effektiv bekämpfen zu können. Unsere Advocacy-Arbeit zwingt Regierungen und öffentliche Behörden dazu, Verantwortung für gemachte Zusagen zur Implementierung von Gleichbehandlungs- und Menschenrechtskonventionen zu übernehmen. Wir versorgen Entscheidungsträger*innen mit praxisorientierter Policy-Beratung und Empfehlungen, um einen Beitrag zur Verbesserung von Antidiskriminierungsgesetzen und Chancengleichheitspolitiken für alle Arten von Diskriminierung zu leisten.

Forschung

Wir erforschen und beobachten die versteckten Effekte von konkreten Gesetzen und Politiken und analysieren Prozesse intersektionaler Diskriminierung und struktureller Ungleichheiten.

Intersektionale Diskriminierungsformen sind schwer aufzudecken, weil die von ihnen betroffenen Menschen gewöhnlich einen verborgenen Teil einer größeren bereits marginalisierten Gruppe darstellen. Unsere Policy-orientierte Forschung identifiziert, analysiert und macht Fälle intersektionaler Diskriminierung sichtbar und überwacht die Anwendung bestehender Gesetze und Politiken. Mithilfe unseres Netzwerks, welches aus renommierten Expert*innen und akademischen Partnerinstitutionen besteht, kombinieren wir Policy-Relevanz mit exzellenter Forschung und schließen die Lücke zwischen Theorie und Praxis. Wir regen dazu an, intersektionale Perspektiven in politische Entscheidungs- und Implementierungsprozesse mit einzubeziehen, indem wir unsere Forschungsergebnisse in praktische Impulse übersetzen, die sich an staatliche Behörden, Exekutivorgane, NGOs und Gerichte auf europäischer und nationaler Ebene richten.

Training

Durch Vorträge, Diskussionen, round-table-Veranstaltungen und Workshops stellen wir vielfältige Lernmöglichkeiten rund um das Thema Intersektionalität bereit, um den praktischen Nutzen des Konzepts für Politik und Recht zu bewerben und greifbar zu machen.

Obwohl Intersektionalität als Konzept in der akademischen Welt breit diskutiert wird, sind im Bereich der Politik nur wenige praktischen Anwendungsversuche und -bemühungen zu verzeichnen. Wir bemühen uns, diese Lücke zu schließen, indem wir vertiefende und klärende Lernangebote machen, um das Konzept der Intersektionalität aus einer Policy-orientierten Perspektive zu verständlich machen. Expert*innen und Praktiker*innen kommen im CIJ zusammen, um Einblicke in die theoretische Bedeutung und die praktische Anwendung von Intersektionalität zu geben und mögliche Wirkformen des Konzepts zu diskutieren. Unsere Veranstaltungsreihen sind für Personen gedacht, die in die Entwicklung und Implementierung von Antidiskriminierungs- und Gleichstellungspolitiken in staatlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen involviert sind. Wir begrüßen auch individuelle Social-Justice-Aktivist*innen, ebenso wie Befürworter*innen, die ihr Verständnis von Intersektionalität vertiefen möchten.

grundwerte

Mutig

Wir streben nach Gleichberechtigung und Gleichstellung. Dies hat zur Folge, dass wir Risiken eingehen müssen, um den Status quo herauszufordern. Wir scheuen uns nicht vor schwierigen Gesprächen, da wir glauben, dass sie zu einem positiven Wandel führen können. Wir verpflichten uns dazu, uns in der öffentlichen Debatte mit Integrität und Respekt einzubringen.

Unabhängig

Wir sind eine unabhängige, nicht-parteipolitische Organisation, die an keine politische Partei, Regierungsbehörde oder Religion angegliedert ist.  Wir sehen uns als Teil eines großen Netzes von diversen Organisationen und Individuen, die dasselbe Ziel verfolgen. Wir schätzen Zusammenarbeit, Dialog und Synergien.

Intersektional

Wir glauben, dass alle Formen von Ungerechtigkeit miteinander verwoben sind und dass diese gleichzeitig bekämpft werden sollten. Soziale Gerechtigkeit kann nur erreicht werden, wenn schützende Gesetze und Politiken wirklich inklusiv sind und jede\*n erreichen. Wir fördern inter- und intra- Community-Solidarität und lehnen jede Art von Spaltungs- und Trennungspolitiken ab.

Praktisch

Wir arbeiten direkt mit Basisgemeinschaften, Praktiker\*innen aus der Zivilgesellschaft, Regierungen und privatwirtschaftlichen Akteur\*innen zusammen. Dies macht unsere Arbeit informierter, gibt unseren Handlungen eine Richtung und  erweitert unseren Einfluss. Wir handeln strategisch und wenden die nötigen Mittel an, um unser langfristiges Fernziel zu erreichen.

Transnational

Wir glauben, dass unsere Handlungen ihre volle Wirkung entfalten können, wenn wir Ungerechtigkeiten bekämpfen und grenzüberschreitende Solidarität leben. Die Ungleichheitssysteme, die wir herausfordern, wirken auf globaler Ebene, und ihre Effekte sind transnational. Eben dies tut unser Handeln. Wir setzen uns für Austausch, Lernen und Einheit innerhalb und außerhalb Europas ein.

warum es wichtig ist

Nach jahrzehntelanger Arbeit im Rahmen von Antidiskriminierungs- und Gleichstellungspolitiken wurden zu wenig Fortschritte gemacht. Das muss sich ändern. Angesichts aktueller politischer Entwicklungen, welche Unsicherheiten und weitere Marginalisierung hervorbringen, sowie eine Erosion von Rechten für Menschen nach sich ziehen, die von systematischer Diskriminierung in Europa betroffen sind, muss dringend gehandelt werden. Alle Formen systemischer Ungleichheit sind miteinander verbunden, interdependent und verstärken sich gegenseitig, und nur wenn sie gleichzeitig angegangen werden, können wir einen dauerhaften und nachhaltigen Fortschritt erreichen.

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wie es anfing

Systemische Ungleichheiten lassen unsere europäischen Gesellschaften verkümmern. Die Unzulänglichkeiten bestehender Antidiskriminierungs- und Gleichstellungspolitiken in europäischen Ländern sollten jetzt angesprochen und verändert werden. Die Erkenntnis, dass unsere Netzwerke eine Goldmine für innovative Ideen und Ansätze auf dem Gebiet der sozialen Gerechtigkeit sind, führte zu der Gründung des CIJ, mit dem Ziel: unsere Verbindungen zu intensivieren, unsere Strategien zu stärken, unser Handeln zu koordinieren und unsere Effektivität zu steigern, vor allem wenn es um sensible politischen Themen wie systemische Ungleichheit und Diskriminierung geht. Wir sind davon überzeugt, dass wir viel mehr erreichen können, wenn wir unsere Bestrebungen bündeln und uns zusammen tun.

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